Als Auszubildender zwei Wochen in Frankreich

Neun Auszubildende Kraftfahrzeugmechatroniker und zwei Berufsschullehrer der Friedrich-Dessauer-Schule absolvieren ein Auslandspraktikum in Metz/Frankreich.

Till Becker ist zufrieden. Der angehende Kraftfahrzeugmechatroniker macht ein zweiwöchiges ERASMUS+ Praktikum in einer großen BMW-Vertretung in Metz. „Hier habe ich zwei Wochen lang Diagnose gemacht. Mein französischer Kollege hat mir dabei gezeigt, wie man mit Hilfe des Diagnosecomputers und weiterer Messungen, Fehler im Einspritzsystemen findet“, so der junge Auszubildende, der im Januar seine Gesellenprüfung ablegen wird.

Es sind aber nicht nur die fachlichen Aspekte, die für die jungen Auszubildenden von Bedeutung sind. „Ein Auto in Frankreich ist wie ein Auto in Deutschland.“, meint Jannik Bluhm, „ Mein französischer Geselle gibt mir die Ersatzteile und zeigt mir, was zu tun ist. So kommen wir auch trotz der bestehenden Sprachbarriere gut klar.“

Die Auszubildenden nehmen an einem zweiwöchigen Auslandspraktikum des  Programms ERASMUS+ teil, welches von der europäischen Kommission finanziert wird.  „Die bisherige Berufsausbildung ermöglicht den jungen Leuten eine schnelle Integration in den fremden Betrieb“, so Thomas Dick-Freppon, einer der beiden begleitenden Berufsschullehrer. „Besonders wichtig ist dabei, sich offen gegenüber dem Anderen zu geben und dabei seine kommunikativen Fähigkeiten zu erweitern“, so Dick-Freppon weiter.

Ein Besuch des ehemaligen Schaltfeldes von Verdun aus dem ersten Weltkrieg  zeigt den jungen Menschen, wie wichtig es ist, an der europäischen Idee festzuhalten. Das auf dem ehemals stark umkämpften Fort Douaumont neben der französischen und der europäischen Fahne auch die deutsche Fahne wehte ist, hierfür ein starkes Symbol.

Im Juni 2018 werden wieder französische Auszubildende des CFA Philippe Charbonneaux  für zwei Wochen in Limburg sein, um in den Betrieben der Kfz-Innung gleiche Erfahrungen zu machen, wie ihre jungen deutschen Kollegen.

Share