missio-Truck an der Friedrich-Dessauer-Schule

…nachempfinden, wie das ist, fliehen zu müssen…

Es stellt dein Leben auf den Kopf und zieht dir den Boden unter den Füßen weg

Millionen Menschen fliehen weltweit vor Krieg, Verfolgung, Trockenheit, Katastrophen, Perspektivlosigkeit und Hunger. Dennoch ist das Schicksal dieser Flüchtlinge oft weit entfernt vom Alltag der meisten Menschen in Deutschland.

Der missio-Truck zum o.g. Thema stand vom 4. – 6. Oktober auf dem Schulhof der Friedrich-Dessauer Schule. Am Beispiel von Bürgerkriegsflüchtlingen im Osten der Demokratischen Republik Kongo wurden die Schülerinnen und Schüler von insgesamt 11 Klassen durch die multimediale Ausstellung im missio-Truck für die Ausnahmesituation Flucht und Vertreibung sensibilisiert. In der Ausstellung, die vom Bistum Limburg zur Verfügung gestellt wurde, wird unter anderem auch auf die Zusammenhänge unseres Konsums hier und seinen Auswirkungen auf Menschen in afrikanischen Ländern eingegangen (Coltan-Abbau für Handys und andere elektronische Geräte).

Acht beispielhafte Biografien meist jüngerer Flüchtlinge verbinden unmittelbar mit dem Schicksal dieser 10.000 km von uns entfernten Menschen. Nach einer Einführung auf einem kleinen Markt im Kongo  erleben die Besucherinnen und Besucher interaktiv die Flucht eines von ihnen ausgewählten Flüchtlings mit und lässt sie auf diese Weise die Schicksalhaftigkeit aus der Not heraus getroffener Entscheidungen nachempfiinden. Die Ausstellung wird ergänzt durch Objekte, Texttafeln und Mitmachangebote. Karten mit QR-Codes leiten durch die verschiedenen Stationen der Fluchtwege.

Am Truck werden alte Handys gesammelt. Denn bis zu einem Euro kommen aus dem Erlös des Recyclings missio-Projekten im Kongo zugute, mit denen Trauma-Zentren für die seelsorgerische und psychologische Betreuung der Binnenflüchtlinge aufgebaut werden.

Die katholische Hilfsorganisation Missio stellt den deutschen Bistümern den interaktiven Ausstellungs-Truck zur Sensibilisierung seiner Besucherinnen und Besucher für die menschlichen Nöte zur Verfügung, die die Ursachen für das häufig überstürzt und nur das nackte Leben rettende Fliehen von Menschen aus ihrer Heimat sind.

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