Zusatzkurs Maschinenbau zu Besuch bei Opel

Am 19.01.2017 besuchte der erstmals stattfindende Zusatzkurs Maschinenbau unter Leitung von Herrn Petri zum Abschluss des Halbjahres das Opelstammwerk in Rüsselsheim. In dieser „Stadt in der Stadt“ arbeiten 13.000 Menschen.

Unsere Führung begann in der Klassikabteilung. Dort sah man die imposanten Oldtimer der Marke und konnte auch vorherige Erfindungen und Entwicklungen, wie Nähmaschinen, Fahrräder und Kühlschränke anschauen. Das „Raketenmodell“ (siehe Gruppenbild) war ein Experiment von Adam Opels Enkel, um die Grenzen ihrer Modelle zu testen.

Danach ging es ins Presswerk, dem ersten Fertigungsabschnitt. Die 150.000 m² große Halle beinhaltete mehre Stanzen. Diese pressen aus verzinktem Stahlblech Teile für die Karosserie, wie zum Beispiel Türen, Seitenteile oder Motorhauben. Die größte Stufenpresse der Marke Weingarten, in der ein Mehrfamilienhaus Platz hat, hat eine Presskraft von 6500 Tonnen und kostete über 40 Mio. Euro.

Anschließend besuchten wir den Rohkarosseriebau, in dem mit Hilfe von Robotern Rohkarosserien mit dem Punktschweißverfahren zusammengeheftet wurden.

Die letzte Station der Tour war die Endmontage. Dort sahen wir den Zusammenbau von Chassis und Karosserie, was auch als Hochzeit bezeichnet wird. Die komplette Fertigung wird im „Just-in-Time“- Verfahren beliefert. Das bedeutet, dass die Teile nicht gelagert, sondern auf kurzen Wegen direkt von den LKWS der Zulieferer ans Montageband gebracht werden.

Die Führung war informativ und hat den Ablauf vom Rohteil bis zum fertigen Fahrzeug detailliert gezeigt.

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