Druckluftmotor aus dem 3D-Drucker

Ein Druckluftmotor aus Baustahl und Messing, den die Schülerinnen und Schüler der Berufsfachschule Metall der Friedrich-Dessauer-Schule herstellten, wurde nun mit Teilen aus dem 3D-Drucker erstellt. Ausnahme waren hier einige wenige Normteile, wie zum Beispiel Schrauben und Muttern. Die Grundplatte wurde mit Hilfe der 3D-Software „SolidWorks“, die die FDS ihren Schülerinnen und Schülern als Studentenversion zur Verfügung stellt, mit Aussparungen für vier Sechskantmuttern versehen, die bei angehaltenem Druckauftrag eingefügt und anschließend nach der Wiederaufnahme des Auftrages überdruckt wurden. Somit erhält die Baugruppe bei der anschließenden Montage mit Stahlschrauben eine höhere Festigkeit und ein Gewindeschneiden in den PLA-Kunststoff entfällt. Das Gewicht des ursprünglichen Druckluftmotors aus Stahl und Messing beträgt ca. 970 Gramm, das Gewicht des Pendants aus Kunststoff wiegt mit den Normteilen nur 75 Gramm.

Der Druckluftmotor dient in der Berufsfachschule als funktionstüchtiges Objekt, bei dessen Erstellung wichtige metalltechnische Grundlagen, wie Sägen, Feilen, Bohren, Reiben, Gewindeschneiden und Drehen vermittelt werden. Aber auch in der Fachoberschule oder im Beruflichen Gymnasium Maschinenbau in Kooperation mit der Peter-Paul-Cahensly-Schule kommt der Druckluftmotor im technischen Zeichnen mit SolidWorks zum Einsatz, da auch hier die wichtigsten Features im Umgang mit dieser 3D-CAD-Software angewendet werden müssen, um von einer 2D-Skizze zu den späteren 3D-Einzelteile zu gelangen, die zum fertigen Motor miteinander verknüpft oder als STL-Datei an den 3D-Drucker geschickt werden.

Die Zeichnungen des Druckluftmotors findet man auf der Homepage des Kollegen Ulrich Rapp unter www.ulrich-rapp.de und auf Youtube findet man diverse Clips zu Druckluftmotoren während des Laufs, z.B. dieses Video.

Die Erprobung des Motors aus dem 3D-Drucker mit Druckluft steht noch aus und wir sind gespannt, wie er sich schlagen wird. Fortsetzung folgt!

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