Klassengemeinschaft fördern durch verbesserte Kommunikation und Kooperation

Die Holztechnikabteilung der Friedrich-Dessauer-Schule veranstaltete vom 14.10 bis 15.10.2019 eine Klassenfahrt nach Gießen unter dem Motto „Klassengemeinschaft fördern durch verbesserte Kommunikation und Kooperation“. Mit von der Partie waren die Auszubildenden des ersten Lehr-jahres im Tischlerhandwerk sowie die zehnte Klasse der Berufsfachschule Holztechnik.

Durch diverse erlebnispädagogische Übungen wurden die sozialen und persönlichen Kompetenzen der Teilnehmenden und der Zusammenhalt innerhalb der Klassengemeinschaft gestärkt. Da auch das Wetter mit strahlend blauem Himmel und fast sommerlichen Temperaturen mitspielte, konn-ten alle Übungen im Freien absolviert werden. Unter anderem wurde beim Bau eines „Tower of Power“ aus kleinen Holzklötzen an der teaminternen Kommunikation und Koordination gefeilt.
Im wahrsten Sinne des Wortes blind vertrauen mussten sich die Schüler*innen bei einer Übung, bei der ein Parcours mit Augenbinden und Hand in Hand bewältigt werden musste.
Sehr sportlich ging es dann beim „Spinnennetz“ zu, bei dem die Übungsteilnehmer strategisch ge-schickt durch die Löcher eines überdimensionalen Spinnennetzes aus Seilen krabbelten oder unter körperlichem Einsatz des ganzen Teams hindurchgehoben und – geschoben wurden.
Für einen besonderen Adrenalinkick sorgten die Übungen „Vertrauensfall“ und „Vertrauens-sprung“. Wie Rockstars beim Stagediving ließen sich die Schüler*innen und Lehrkräfte von einem Tisch in die Arme der anderen Teammitglieder fallen.

Auch in fachlicher Hinsicht profitierten die Teilnehmer von der Klassenfahrt.
Am ersten Tag stand der Besuch des Holztechnikmuseums in Wettenberg auf dem Programm. Bei einer Führung lernten die Schüler*innen beispielsweise, dass das Vanillearoma im Vanillinzucker aus Lignin, einem Bestandteil von Holz, gewonnen wird. Auch eine beeindruckende alte Dampfma-schine, Baujahr 1937, die von 1967 bis 1998 im Sägewerk der Gebrüder Winter Strom und Wärme lieferte, konnte besichtigt werden. Wie mühselig und langsam das Aufteilen eines Baumes in Bret-ter und Bohlen früher vonstattenging, erfuhren die Schüler*innen an einer alten Gattersäge.
Dass dieser Prozess in der heutigen Zeit viel schneller und voll automatisiert abläuft, sahen die Klas-sen beim Besuch des Holzwerks Rathschlag GmbH in Löhnberg am darauffolgenden Tag. Der Be-trieb fertigt Spiel- und Gestaltungselemente überwiegend für den Außenbereich an. Der Ge-schäftsführer, Herr Rathschlag, gab der Gruppe bei einer Betriebsführung interessante Einblicke in den Produktionsablauf und erläuterte die Funktionsweise der Holzbearbeitungsmaschinen.

„Der Ausflug war cool. Ich habe die anderen beim Teambuilding viel besser kennengelernt“, so das Fazit eines Auszubildenden im ersten Lehrjahr.

Bericht: Lisa Boy

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