Berufe erkunden und eigene Perspektiven entwickeln

Limburger Bildungsmesse am 16.11.2018

Zahlreiche Unternehmen der Region aus den verschiedensten Bereichen präsentierten sich auch in diesem Jahr auf der Bildungsmesse des Hessencampus an der Adolf-Reichwein-Schule, der Peter-Paul-Cahensly-Schule und der Friedrich-Dessauer-Schule. Schülerinnen und Schülern wurde hier die Möglichkeit geboten, sich gemeinsam mit ihren Eltern über unterschiedliche Berufsbilder und Studiengänge zu informieren, um Perspektiven für die Zeit nach der Schule zu entwickeln. Auch der neue Landrat des Kreises Limburg-Weilburg, Michael Köberle, machte sich persönlich ein Bild von dem umfangreichen und vielfältigen Angebot.

An der Friedrich-Dessauer-Schule fanden sich, dem Schwerpunkt der Schule entsprechend, vor allem Ausbildungsbetriebe der Bereiche Metall-, Bau- und Elektrotechnik ein. Dabei waren die Partner der Friedrich-Dessauer-Schule, Albert Weil, Auto Bach, Feig Elektronic und Pinguin-System, die sich für mindestens ein Jahr auf der Sponsorenwand im Foyer präsentieren und damit die Ausbildung an der Schule finanziell unterstützen, mit von der Partie. Darüber hinaus warb die Polizei für eine Ausbildung. Neben der Berufsorientierung konnten sich die Besucher einen Überblick darüber verschaffen, wie eine weitere Schullaufbahn an der FDS aussehen könnte. Vorgestellt wurden hier die Bildungsgänge der Berufsfachschule, höheren Berufsfachschule, Fachoberschule und des beruflichen Gymnasiums.

Diejenigen, die den Weg ins Werkstattgebäude fanden, konnten Schule praxisnah erleben. Beispielsweise erklärten und demonstrierten Schülerinnen und Schüler des Berufsfachschulzweigs Metalltechnik, was bei der Drehtechnik und der Prismaanfertigung beachtet werden muss. Zudem faszinierten Transferstraßen in Aktion und insbesondere die Sortieranlage die Besucher. Den Wandel hin zur elektronischen Verarbeitung beobachtet auch Kay Simon, Fachlehrer des Bereichs Holztechnik, der darauf verwies, dass heute im Schreinerberuf viel mit C(omputer)-Technik gearbeitet werde, zum Beispiel bei der Erstellung von Excel-Kalkulationen. Zudem könne man sich als Auszubildender des dritten Lehrjahres als CNC-Fachkraft im Tischlerhandwerk qualifizieren (elektronische Steuerung von Werkzeugmaschinen). Lernende erfuhren so, dass Ausbildungsberufe heute nicht mehr trennscharf zu betrachten sind, sondern sich mehr und mehr verbinden.

Durch Schüleraustausche und Praktika im europäischen Ausland, teilweise unterstützt durch Erasmus+, erweiterten Schülerinnen und Schüler bereits in der Vergangenheit immer wieder ihren eigenen Horizont. Am Erasmus-Stand im Foyer stellte Thomas Dick-Freppon den Austausch der Kraftfahrzeugmechatroniker und Industriemechaniker nach Frankreich vor, der in diesem Jahr bereits stattgefunden hat. Geplant ist außerdem eine Fahrt nach Lichfield, in die englische Partnerstadt von Limburg. An der Informationsveranstaltung nahm auch Astrid Siegel von der Stadt Limburg teil, die die Verbindung zwischen den beiden Städten kennt und die sich einen regelmäßigen Austausch unter jungen Leuten wünscht. Janina Keilich, die diese Fahrt federführend plant und organisiert, machte den Interessierten Lust auf den Austausch, der die Teilnehmerinnen und Teilnehmer insbesondere in dem Sprechen einer fremden Sprache stärken und eventuell vorhandene Sprachbarrieren abbauen soll.

Voller neuer Eindrücke konnten sich die Besucher in entspannter Atmosphäre im Café Friedrich stärken und nach einer gemütlichen Pause erneut losziehen, um möglichst viel von dem zu erkunden, was die Betriebe und Schulen zu bieten hatten.

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